Dienstag, 25. September 2007

Das Tote Meer...

...DER HAMMER! Auch wenn der Nama etwas traurig klingt ist das Meer doch das gechillteste aller Meere. Kein Stress mit Wellen und kein Stress sich uebern dem Wasser halten zu muessen. Einfach herrlich! Da kann man sich wirklich im warsten Sinne des Wortes treiben lassen...

Montag, 17. September 2007

Abendteuer Bethlehem

Gestern bin ich, nachdem ich es schon lange vorhatte, nach Jerusalem gekommen. Ich wollte mir einfach etwas die Altstadt ansehen, aber wusste nicht genau wo ich hinwollte, da es da eine Menge zu sehen gibt. Also dachte ich mir: Grabeskirche! Der Ort, wo gerade an Ostern riesige Menschenmassen hinpilgern. Da alles etwas unuebersichtlich ist, bin ich einfach so etwas durch die Gassen geschlaendert um mir einen Eindruck zu verschaffen. Dabei traf ich einen sehr freudlichen Araber oder auch Palaestinaenser, der aus Bethlehem kommt und soger Deutsch spricht. Er sagte er habe heute nichts mehr vor und koenne mir etwas die Stadt zeigen, was immer ich sehen wolle. Also waren wir in der Grabeskirche und fuehrte mich etwas durch die Altstadt. Er lud mich zu sich nach Bethlehm ein und meinte er koenne mir dort die Geburtskirche zeigen. Ich war guten Mutes also ging es ins nahegelegene Bethlehem. Die fahrt im Sherut war.....RASANT!!! Der Motor musste eine durchschnittliche Umdrehungszahl von 4000+ gehabt haben. Neben dem lautem Gegroehle des Motors war immer wieder das gequaelte Quietschen der Reifen zu hoehren. Kaum war man duch ein paar Wohngebiete gefahren kam man schon an der Mauer vorbei und man war 1 fix 3 in Bethlehem. Wir liefen zu seinem Haus in dem er mit seine Mutter lebt. Im gegensatz zu den Staubigen Strassen war es im Haus plitzeplank sauber und ich genoss eine sehr zuvorkommende Gastfreundschaft. Nachdem wir uns mit Grapefruitsaft und etwas Kuchen gestarkt haben sind wir zur Geburtskirche in der viele Christliche Kirchen durch eine eigene "Ecke" vertreten sind. Die Kirche ist sehr aussergewoehnlich! Man sieht an den kleinen Ueberbleibseln des Mosaikbodens und an sehr schwer wahrzunehmenden Malereien an den Saeulen, dass es einst eine praechtige Kirche gewesen sein muss bis sie von den Byzantinern zerstoert und verbrannt wurde. Heute ist sie eher ueppig aber sehr besonders.
Da war es auch schon spaet am Nachmittag und ich musste zurueck, weil ich abends dann wieder arbeiten musste. Er beschieb mir den Weg zum Checkpoint hinter dem dann schon Sheruts warten sollten. Ich verirrte mich und das war auch erst der Anfang von der Rueckfahrt. Ich verirrte mich in einer Wohngegend und landete in einer Sackgasse. Ich allein Bethlehem, kein Mensch auf der Strasse, es was schwer am Daemmern und es wurde auch richtig frisch. Nur hin und wieder kam mal ein altes klappriges Auto mit quietschenden Reifen um die Ecke gerast, mit meistens zwei jungen, stolzen Araber verschiedener Altersstufen als Insassen, zu deren Ehren ich immer schleunigst aus dem Weg sprang um nicht ueberfahren zu werden. Es war dann ein vielleicht 30 jaehriger Araber, der von einem Balkon eines schoenen Hauses mit gepflegten Vorgarten, auf englisch nur meinte "Hi, it seems you're stucked". Er erklaerte mir noch mal den Weg und ich war froh zu hoehren, dass ich doch relativ dich am Checkpoint war. Schliesslich gelang ich zum Checkpoint der auf einem Huegel lag. Da stand ich dann leicht frierend neben einer schlange Autos vor dem Tor einer Mauer, die locker vier bis fuenf Meter aus dem Boden ragt. Daneben noch ein Wachturm. Ich draengelte mich vor die Autos an den Schlater wo mich eine huebsche Israelin (ich fragte mich ob die Israelis nur ihre huebschesten Polizistinnen an die Grenzkontrollen lassen - die am Flughafen war auch schon so huebsch) freundlich in die Richtung schickte, wo man als Fussgaenger langzugehen hat. Ich landete dann in einer unuebersichtlichen Halle, sah keinen Menschen hoehrte nur laute aggressieve Rufe aus Lautsprechern in einer Sprache die ich nicht verstand. Da endeckte ich dann doch Menschen! Ueber mir standen auf einem Gitter drei Soldaten mit Maschienengewehren. Einer sach mich und winkte mich vor einen der vielen Durchgangsgitter, die alle auf Rot standen. Es dauerte ein paar Minuten, bis die groben Rufe verstummten und mein Durchgangsgitter auf gruen schaltete. Da stand ich dann von den vorrigen Rufen eingeschuechtert mit Rucksack auf dem Ruecken, Fotoapperat um den Hals und Reisepass in der Hand vor drei weiteren Soldaten mit Maschienengewehren. Ploetzlich geschah es: Die Soldaten laechelten und ich war verwirrt! Zwischen uns war nur eine Durchlaeuchtungsmschiene wie am Flughafen. Schnell die Sachen aufs Band legen und dann nichts wie durch den einsamen Tuerrahmen durch, mit der Hoffnung, auf dass er nicht piept. Uff - kein Piepen! Das erleichterte mich ein wenig. Trotzdem hieht ich den Soldaten schnell meinen Reisepass rechtfertigend unter die Nase. Die drei hatten aber allen Anschein nach nichts besseres zu tun als den vor mir, muss wohl ein Araber gewesen sein, anzuschreien, mich jetzt nett anzulaecheln, Mamis und Papis 25 Jahre alte Minolta x700 mit "Nice Camara" zu loben und meinen Reisepass nicht zu beachten! Irritiert ging ich weiter und hielt einem weiteren Soldaten an einer weiteren Durchgangssperre meinen Reisepass unter die Nase, der mich, ohne auch nur einen Blick auf meinen Reisepass zu verschwenden, durchwinkte. Frechheit meinen Reisepass so zu demuetigen! Ich kam aus dem schraeklichen Gebaeude raus, es war schon fast dunkel und rechts von mir begruesste mich ein Banner mit der Aufschrift "Jerusalem-Bethlehem - Love and Peace".
Ich kam zur Strasse an der drei Reisebusse standen aber nicht wie ich dachte drei Sheruts. Ich wartete kurz, dann fragte ich einen Busfahrer wo denn die Sheruts seien, der mir dann sagte, dass eins kommen solle. Also warte ich etwas und sah wie ein Moslimisches Ehepaar anfang in die einzig moegliche Richtung zu laufen. Ich wartete noch etwas, es wurde dunkel und ich ging wieder zum Busfahrer, der mir dann sagte, dass eins kommen solle, aber wenn ich schon mal los laufe komme ich an eine Strasse, an der mehr Busse fahren. Also lief ich los und kam an die besagte Strasse. Busse kamen aber nicht. Also richtete ich meinen Finger auf die Strasse und hoffte, dass mich jemand mitnimmt. Es hielt ein Taxi, schickte es aber wieder weg, weil mir 50 Schekel zu teuer waren. Ich warte weiter und lief zusammen mit dem Moslimischen Ehepaar weiter nach Jerusalem und hofften auf einen Bus. Da, wieder ein Taxi! "How much is it to the Jaffa Road?", fragte ich. "5o Shekels", antwortete der Fahrer. "Scheiss aufs Geld, ich will hier weg!!", dache ich mir und stieg ein in mit der Hoffnung, dass das Ehepaar auch einstieg, weil wir uns die Fahrt haetten teilen koennen. Sie wollten auch, aber der Fahrer wollte sie nicht in seinem Taxi haben. So kam ich dann zum Busbahnhof und in den Bus den ich brauchte. Ich war so erleichtert als ich im Bus sass, dass ich einschlief. Ich wache auf und sah in den Sitzen vor mir nur orthodoxe Juden und Haeuser an den Strassenraendern. "Supi! Ich bin in Kyriat Yearim (eine juedische Siedlung, desshalb die ganzen orthodoxen Juden), da bin ich ja in fuenf Minuten in Jad haShmona! Der Bus hiehlt, alle stiegen aus und ich blieb erwartungsvoll sitzen. Da sah mich der Busfahrer duch den Spiegel an und ruf mir etwas auf Hebaeisch zu. Ich ging nach forne und sagt nur "Jad haShmona". Daraufhin fuchtelte er mit seinen Haenden in der Luft herum und schrie mich an. Ich verstand kein Wort, wusste dass mir da auch nicht mein "Kauderwelsch - Hebraeisch"-Buch weiterhelfen wuerde, bedankte mich und stieg aus. 20 Minuten spaeter erreichte ich dann endlich Jad haShomna.

Mittwoch, 5. September 2007

Je später der abend....

Eine Woche ist jetzt schon fast rum und ich muss schwer nachdenken, was ich alles gemacht habe.
Ich kam sehr unkompliziert recht frueh in Jad hsShmona an. Das lag daran, dass ich im Flugzeug von Prag nach Tel Aviv zufällig neben einer Frau sass, die Jad haShmona kennt und selber nach Jerusalem gefahren ist. Sie hat mir sehr geholfen, was fuer mich entsprechend entspannend war.
Zunächst ein paar Worte zu Jad haShmona, da ich die meiste Zeit hier verbringe:
Jad haShmona ist ein Moshav, der etwa 15 km westlich von Jerusalem liegt. Man kommt sehr einfach weg und ist auch ganz schnell dort, wo man hin möchte. Ich lebe hier sehr einfach und Orte wie zum Beispiel das Klo sind absolut keine Pracht. Jad haShmona selber ist allerdings sehr schön und liegt sehr edyllisch auf einem Huegel. Die Leute vom Moshav und die Voluntäre sind sehr nett und offen und gar nicht so schroff, wie man es von vielen Israelis behauptet. Das Schönste ist hier der "Biblical Garden". Das ist ein Garten, der unglaublich schoen an einem Hang angelegt ist, sodass man eine tolle Aussicht auf das Umland hat. Man blickt richtung Westen, sodass man dort wärend des Sonnenuntergangs wunderbar seine Seele baumeln lassen, und sonst gemuetlich sitzen, entspannen, lesen und was immer man in Ruhe machen möchte, machen kann. Nicht umsonst waren hier in der Zeit, in der ich hier bin schon zwei Hochzeiten in dem Biblical Garden.
Ich hatte das Glueck, dass ich durch den Sabbat, der Freitags um 17:00 Uhr beginnt und Samstags um 20:00 uhr endet, zwei freie Tage ohne arbeite hatte. Ich hatte also Zeit die Volutäre und den Ort kennen zu lernen. Freitag abend war von den IBEX-Schuelern (IBEX ist ein Theologisches College in CA) organierter Gottesdienst. Samstag morgen war auch schon der nächste vom Moshav und da war der Sabbat auch schon fast vorbei. Am Nachmittag habe die Gelegenheit spontan genutzt mit einem Jungen Ehepaar aus Columbien nach Jerusalem zu fahren. Der Chef vom Restaurant ist Araber und musste nach Jerusalem, was unsere Chance war, weil wärend des Sabbats kein Bus fährt. Der Nachmittag war echt super! Jerusalem war wie eine Geisterstadt. Kein Mensch war auf der Strasse vom "neuem" Jerusalem! Echt tote Hose auf der Hauptgeschäftsstrasse! In der Altstadt war es aber etwas belebter. Wäre dort auch niemand gewesen hätte ich es auch mit der Angst zu tun bekommen. Wir hatten leider nicht viel Zeit also sind wir nur etwas durch das Christliche, Arminische und Juedische Viertel geschländert und waren an der Klagemauer. Jerusalem ist sehr beindruckend, allerdings weiss ich noch nicht genau, was ich von Jerusalem halten soll. Viele hier machen ein riesen Ding aus Jerusalem, aber ich finde es auch etwas Verrueckt. Vorraussichtlich werde ich am Freitag wieder dort sein.
Am Sonntag musste ich dann zum ersten Mal arbeiten. Ich bin bei der Nachtwache, hatte einen Armee-Schnellkurs und laufe jetzt 4x in einer Nacht mit einer Handfeuerwaffe duch Jad hsShmona. Nein, Spass beiseite. Es ist ein recht lockerer Job. Das schwierigste ist die Augen offen zu halten. Die Gegend hier ist auch absolut sicher! Die Nachtwache ist nur zur Prävention gegen Einbrueche. Um 22:00 Uhr geht es los und bis 7:00 Uhr ueberwacht man die Kameras und läuft/fährt Patrouille ein paar mal in der Nacht. Der Sinn ist nicht Einbrächer zu fangen sondern präsent zu sein, dass gar nicht erst Einbrecher kommen, oder wieder abhauen. Also: Kein Grund zur Sorge. Gefährlicher wäre es, dass man sich beim Housekeeping verletzt. Im moment hänge ich hier mit zwei anderen Volutären aus den USA und Kroatien rum.
Neulich war ich mit zwei Finnen am Strand von Tel Aviv. Der Strand und das Wasser waren wirklich schön aber Tel Aviv war nur hässlich und ohne Charakter. Villeicht waren wir auch einfach in der falschen Ecke.
Heute war ich aber bei Abu Gosh und Quiriat Yearim bei einer Kirche von den Kreuzrittern. Die Kirche selber hat eine lange Geschichte hinter sich. Viel "wichtiger" ist aber, dass an dem Ort an dem die Kirche steht (Es ist ein Huegel und dazu auch ein Tell), die Bundeslade 60 Jahre lang aufgehoben wurde, nachdem sie in der Hand der Philister war und diese sie verloren hatten, bis sie von König David nach Jerusalem gebracht wurde.
Es gibt hier wirklich viel zu sehen und zu erleben. Meiner Einer setzt sich jetzt aber ins Auto und fährt eine Runde.